Fashion

Upcycling mit alter Kleidung – so geht’s

Phyllis Kuhn
Phyllis Kuhn, Online-Redakteurin
1. Juli 2020

Es ist ein Problem, das gerade viele beschäftigt, die gleichzeitig up to date gekleidet sein wollen, aber dabei unnötigen Müll vermeiden möchten: Kleidungsstile ändern sich oder passen nicht mehr zu unserer Lebensphase und wir kommen aus dem Kleiderschrank ausmisten gar nicht mehr raus. Aber wohin mit den Kleidungsstücken? Wer keine Lust hat, die Wochenenden auf (Online-) Flohmärkten zu verbringen, kann seine alten Textilien zum Altkleidercontainer bringen. Auch hier sollte man allerdings wissen, dass die Kleidung häufig einfach nur entsorgt wird und man somit wenig zur Abfallvermeidung beigetragen hat.

Zum Glück gibt es eine Alternative zum Wegschmeißen: Upcycling

Was versteht man unter Upcycling?

Beim Upcycling werden alte Kleidungsstücke, Haushaltstextilien oder Stoffreste in neue, einzigartige DIY-Pieces verwandelt. Das haben auch schon einige Unternehmen erkannt. Bestimmt kennst du die praktischen Messenger Bags von FREITAG. Diese werden aus ausgedienten LKW-Planen hergestellt. Jede von ihnen ist deshalb ein Unikat. Auch H&M hat dieses Jahr eine Denim-Kollektion gelauncht, die aus alten Jeansresten hergestellt wurde.

Aus alt mach besser lautet also die Devise. Du kannst den Trend natürlich auch zuhause mit deinen eigenen aussortierten Kleidungsstücken mitmachen. Vielleicht ergibt sich sogar ein neues Hobby daraus? Kreativ sein macht nämlich richtig Spaß! Was du brauchst? Alte Kleidung oder andere Textilien, Nadel, Faden und etwas Fantasie. Wir haben Inspiration für dich.

Welche Textilien eignen sich fürs Upcycling?

Beim Upcycling gibt es zahlreiche Varianten. Gut geeignet sind Kleidungsstücke, die noch in guter Qualität sind und keine starken Verschmutzungen oder Verfärbungen aufweisen. Der Stoff Denim ist zum Beispiel sehr robust und aufwendig verarbeitet – viel zu schade zum Wegwerfen!

Auch Herrenhemden eignen sich perfekt fürs Upcycling. Hier sind die Gestaltungsmöglichkeiten quasi unendlich

Auch Handtücher, Bettwäsche oder Gardinen sind ideale Upcycling-Kandidaten, wenn sie noch nicht zu fadenscheinig sind.

Upcycling – welche Varianten gibt es?

Aufhübschen und Reparieren:

Deine Lieblingsbluse hat am Kragen einen Brandfleck abbekommen? Der lässt sich zwar vielleicht nicht mehr stopfen, aber du kannst ihn auch anders „verschwinden“ lassen. Zum Beispiel unter einer hübschen Stickerei, Perlenverzierungen oder gleich einem ganz neuen Kragen von einer anderen Bluse. Alternativ kannst du den Kragen auch komplett abschneiden und deine Bluse in eine stylishe Carmen-Bluse ohne Kragen verwandeln. Dazu einfach gerade ringsum abschneiden. Mit zwei Nähten umsäumen und ein Gummi in den Nahttunnel einfädeln.

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Upcycling muss aber nicht immer mit Hilfe von Nadel und Faden geschehen. Auch Färben kann vergilbte Shirts oder ausgewaschene Jeans wieder wie neu erstrahlen lassen. Wie wäre es mal mit einem Batik-Nachmittag mit deinen Freundinnen?

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Komplettverwandlung:

Aus dem alten Hemd wird ein Rock, aus dem T-Shirt ein Kopfkissenbezug. Die ursprüngliche Funktion wird dabei komplett verändert. Das Schöne daran? Du musst dein Lieblingsshirt nicht wegwerfen, sondern kannst dich immer noch – in neuer Form – jeden Tag daran erfreuen. Zum Beispiel indem du es in ein Kirschkernkissen verwandelst.

Upcycling: Vom Shirt zum Kirschkernkissen

Besonders gut eignen sich dafür Shirts aus reiner Baumwolle oder Leinen. Die können nämlich in der Mikrowelle erwärmt werden. Und so geht’s:

  1. Schneide dir aus deinem Shirt zwei gleich große Quadrate aus und lege diese übereinander.
  2. Nun mit der Hand oder Nähmaschine drei Seiten zunähen und die vierte mit Knöpfen oder Reißverschluss versehen.
  3. Jetzt alles auf links drehen, damit die Nähte innen liegen.
  4. Kirschkerne einfüllen (nicht zu prall, sonst wird es unbequem) Die Kirschkerne kannst du entweder selbst „sammeln“ oder bereits gereinigt im Internet bestellen

Upcycling: Vom Handtuch zum wiederverwendbaren Waschpad

Aus alten Frottee-Handtüchern kannst du hervorragend wiederverwendbare Abschminkpads herstellen. Falls du nicht gut rund nähen kannst, mach das gar nichts. Wer sagt, dass Waschpads nicht eckig oder oval sein dürfen?

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Weitere tolle Upcycling-Möglichkeiten haben wir in diesem Video gefunden:

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